Die Partialanalyse bemüht sich um eine Isolierung bestimmter Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge.,
Periodenvergleich, Vergleich einer fest definierten Größe zu zwei unterschiedlichen
Zeitpunkten. Dabei kann die Vergleichsperiode einen Monat, ein Quartal, ein Jahr oder
mehrere Jahre umfassen., Photoeffekt, Durch Lichteinstrahlung werden in einem Festkörper
positive und negative Ladungsträger freigesetzt, es fließt elektrischer Strom. (s. Solarzelle), Photovoltaik (Abk.
PV), Die PV ist eine Technik, die Lichtenergie mit Hilfe von Solarzellen
direkt in elektrische Energie (Gleichstrom) umwandelt. Ein PV-Projekt besonderer Art
wurde 1992 im bayerischen Flanitzhütte verwirklicht. Dort wurden ein Gasthof, eine
Ferienpension sowie drei Wohnhäuser vom öffentlichen Stromnetz abgekoppelt. Die Stromversorgung
erfolgt über mehr als 30 000 monokristalline Solarzellen. Das Inselsystem ist mit
Batterien von 18 t Masse und einer Speicherkapazität für drei Schlechtwettertage ausgerüstet.
Eine Beschreibung der Möglichkeiten der Stromerzeugung aus Sonnenenergie sowie Vorschläge
zum Planungsvorgehen von Photovoltaikanlagen bietet Ihnen das Werkzeug "Photovoltaik".,
Plankostenrechnung, Hauptaufgaben einer ausgebauten Plankostenrechnung sind die Wirtschaftlichkeitskontrolle
und Budgetierung sowie die rechnerische Fundierung unternehmenspolitischer Entscheidungen.
Dabei können Plankosten sowohl erwartete zukünftige Kosten wie auch Standardkosten
sein, die zur Wirtschaftlichkeitskontrolle angefallener Istkosten dienen., Portfolio,
Siehe Produktportfolio., Produktbezogene Risiken, Den Erfolg des eigenen Unternehmens
gefährdende Risiken, die auf Substitutionsprodukte, neue Konkurrenten oder gesetzliche
Produktauflagen zurückzuführen sind., Produktionsintegrierter Umweltschutz, Teil des
vorsorgenden Umweltschutzes. Im Gegensatz zum nachsorgenden Umweltschutz, der sich
sogenannter "end-of-the-pipe"-Techniken (Filter, nachgeschaltete Abluftreinigung
etc.) bedient, bemüht sich der vorsorgende Umweltschutz darum, Umweltbelastungen soweit
wie möglich gar nicht erst entstehen zu lassen. Der P. bemüht sich insbesondere um
die Entwicklung umweltverträglicher Herstellungsverfahren im Sinne der Abfall- und
Abwasserminimierung, der Verminderung von Luftschadstoffen sowie der Energieeinsparung
bei gleicher oder sogar verbesserter Produktqualität. Die Bedeutung des vorsorgenden
Umweltschutzes im allgemeinen wie des P. im besonderen wird ersichtlich, wenn man
sich klarmacht, daß der nachsorgende Umweltschutz, zu dem auch weite Teile der Verwertungstechniken
zu rechnen sind, seinerseits Umweltbelastungen in nicht geringem Ausmaß verursacht.
Allgemein geht man deshalb davon aus, dass dem P. die Zukunft gehört., Produktmix,
Siehe Produktportfolio., Produktportfolio, Der Begriff "Portfolio" stammt
aus der Finanzmarkt-Theorie und bezeichnet den Bestand an Wertpapieren (Depot) einer
einzelnen Person oder eines Unternehmens. Analog dazu repräsentiert das Produktportfolio
eines Unternehmens die Zusammensetzung aller produzierten und verkauften Produkte
(= Produktmix)., Prozessbezogene Risiken, Den Erfolg des eigenen Unternehmens gefährdende
Risiken, die auf Prozessinnovationen der Konkurrenz bzw. auf gesetzliche Prozessauflagen
zurückzuführen sind. Unter dem Begriff "Prozess" wird hier der Produktionsprozess
verstanden., Q, R, Rankingverfahren, Verfahren zur Ermittlung einer Reihenfolge für
den Einsatz alternativer Werkstoffe., Recycling, Recycling bedeutet Gewinnung von
Rohstoffen aus Abfällen, ihre Rückführung in den Wirtschaftskreislauf und die Verarbeitung
zu neuen Produkten (stoffliche Verwertung). Zum Recycling geeignet sind vor allem
Glas, Papier, Pappe, Kartonagen, Eisen, Nichteisenmetalle und Kunststoffe. Voraussetzung
für die stoffliche Verwertung ist eine möglichst sortenreine Sammlung der Wertstoffe
oder ihre leichte Abtrennung (Sortierung) aus der Abfallfraktion (Abfalltrennung).
UMWELTTIP: Wer konsequent Recyclingprodukte kauft, hilft mit, die natürlichen Rohstoffquellen
zu schonen und die Abfallmengen zu verringern. Nicht nur bei Papierwaren nach Recyclingerzeugnissen
fragen. Es gibt auch Recyclingprodukte aus Kunststoff: Blumenkübel, Komposter, Abfallsäcke.,
Regenwassernutzung, Regenwasser besitzt eine geringe Wasserhärte und enthält die Verunreinigungen,
die aus der Luft ausgewaschen werden. Die Nutzung des Regenwassers stellt einen wichtigen
Beitrag zum Wassersparen dar. Es kann überall dort eingesetzt werden, wo keine Trinkwasserqualität
erforderlich ist: bei der Gartenbewässerung, zum Putzen, für die Zimmerpflanzen. Bei
der Nutzung im Haus, z.B. für Toilettenanlagen oder die Waschmaschine, ist das Wasser
vorher zu filtern und ein eigener Kreislauf einzubauen. Ausführliche Informationen
zu den Nutzungsmöglichkeiten von Regenwasser erhalten Sie in der Maßnahmenbeschreibung
"Regenwassernutzung" der ecobox., Ressourcen, Sammelbegriff für alle Hilfsmittel,
die der Mensch zum Wirtschaften braucht. Dies sind z.B. alle Rohstoffe, aber auch
Kapital und personelle Arbeitskraft. Im weiteren Sinn des Umweltschutzes umfasst der
Begriff auch die natürlichen Lebensgrundlagen Luft, Wasser, Boden., Return on Investment
(Abk. RoI), Return on Investment ist definiert als der Betriebsgewinn vor Steuern,
bezogen auf das durchschnittlich gebundene Kapital, d.h. er bezeichnet das Verhältnis
von Gewinn zu investiertem Kapital., S, "Sanfte Technologien", Sie umfasst
alle technischen Möglichkeiten, mit deren Hilfe man die "sanften Energien"
nutzbar machen kann und von denen keine oder nur geringe Beeinträchtigungen für die
Umwelt ausgehen (z.B. Solartechnik)., Schadstoffe, In der Umwelt vorkommende Stoffe,
von denen schädliche Wirkungen auf Lebewesen oder andere Stoffe ausgehen. Zu den Schadstoffen
zählen u. a. Schwermetalle wie etwa Cadmium, Gase und Kohlenwasserstoffe. Verursacht
werden Schadstoffe durch Fabriken, Kraftwerke, Kraftfahrzeuge und Haushaltsheizungen.
Sie können von Mensch und Tier mit der Atmung, über die Haut oder über die Nahrung
(Nahrungskette), von den Pflanzen über Nadeln, Blätter oder Wurzeln aufgenommen werden.
Saurer Regen begünstigt diesen Vorgang., Schädliche Umwelteinwirkungen, Immissionen
sind schädliche Umwelteinwirkungen im Sinne des Bundes-Immissionsschutzgesetzes, wenn
sie nach Art, Ausmaß oder Dauer geeignet sind, Gefahren, erhebliche Nachteile oder
erhebliche Belästigungen für die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft herbeizuführen
(§ 3 Abs. 1). Eine schädliche Umwelteinwirkung liegt hiernach nicht erst dann vor,
wenn ein Schaden eingetreten ist oder unmittelbar bevorsteht, sondern wenn bei objektiver
Betrachtung Störungen ernsthaft in Betracht kommen. Da es in einem Gemeinwesen nicht
möglich ist, jede Beeinträchtigung des Wohlbefindens im Zusammenleben von Menschen
zu untersagen, werden im Bundes-Immissionsschutzgesetz nur erhebliche Belästigungen
als schädliche Umwelteinwirkungen qualifiziert. Unter Nachteilen im Sinne des § 3
Abs. 1 sind in erster Linie Vermögenseinbußen zu verstehen; auch sie müssen einen
bestimmten Grad ("erheblich") erreichen, um vom Gesetz erfasst zu werden.
Belästigungen und Nachteile sind erheblich, wenn sie das Gemeinwohl beeinträchtigen
oder für die Nachbarschaft unzumutbar sind., Schwachstellenanalyse, Identifikation
der Bereiche im Unternehmen, in denen eine Verbesserung der aktuellen Situation angestrebt
werden sollte., Sedimentation, Sedimentation ist ein physikalischer Vorgang, bei dem
suspendierte (nicht gelöste) Teilchen unter dem Einfluss der Schwerkraft aus dem Grundwasser
entfernt werden. Dieser Vorgang wird auch Dekantieren genannt. Eine Trennung ist jedoch
nur möglich, wenn die suspendierten Teilchen eine größere Dichte als Wasser besitzen.,
Sicherheitsdatenblatt, Im Sicherheitsdatenblatt nach GefStoffV (= TRGS 220) sind Stoffspezifikationen
und Hinweise zum Umgang mit den jeweiligen Gefahrstoffen gemacht. Sie müssen vom Hersteller
mit der ersten Anlieferung des Gefahrstoffes mitgeliefert werden., Solarenergie, Die
Sonnen- (oder Solarenergie) ist ein dem Menschen unbegrenzt zur Verfügung stehender
Energieträger. Die Sonne schickt Strahlen mit einer Leistung von maximal 1.000 W/m2
an wolkenlosen und minimal etwa 20 W/m2 an trüben Tagen auf die Erdoberfläche. Diesen
Energieträger ohne Schadstoffpotential gilt es zu nutzen. Dabei stehen thermische
Verfahren in Form von Sonnenkollektoren zur Verfügung, photovoltaische Verfahren (Photovoltaik
) zur Stromerzeugung mit Solarzellen oder die passive Sonnenenergienutzung durch geschickte
architektonische Bauweise und Standortwahl von Gebäuden., Solartechnik, Darunter versteht
man alle technischen Möglichkeiten und Einrichtungen zur Nutzung der Sonnenenergie,
z. B Sonnenkollektoren zur Warmwassergewinnung. Die Lichtenergie kann mit speziellen
Solarzellen unmittelbar in elektrische Energie umgewandelt werden, etwa für den Betrieb
von Taschenrechnern. Die Solartechnik ist erst in der Entwicklung, gewinnt aber zunehmend
an Bedeutung als Ersatz für fossile Energie. Die Solartechnik gehört zu den "sanften
Technologien"., Solarthermie, Die Umwandlung von Sonnenstrahlung in direkt nutzbare
Wärme. Teilgebiete sind die passive Solarnutzung beim solaren Bauen, die Standard-Solartechnik
zur Erwärmung von Brauchwasser und zur Raumheizung und die Parabolspiegel zur industriellen
Erzeugung von Prozeßenergie und Elektrizität., Solarzelle, In Solarzellen, meist aus
Silizium, werden unter Zufuhr von Licht oder Wärme positive und negative Ladungsträger
freigesetzt (Photoeffekt ) und so Gleichstrom erzeugt, der direkt Motoren antreiben
oder Akkus aufladen kann. Soll Sonnenenergie auch zum Betrieb von Verbrauchern mit
230 Volt Wechselspannung genutzt oder ins öffentliche Netz eingespeist ("verkauft")
werden, wird ein Wechselrichter benötigt., Sollzinsen, Zu zahlende Zinsen für einen
Kredit., Sonderabfall, Aufgrund seiner Konsistenz oder seines Schadstoffgehalts nicht
zusammen mit Siedlungsabfällen entsorgbarer, in der Regel besonders überwachungsbedürftiger
Abfall. Beispiele: Säuren, Laugen, Salze, lösemittelhaltige Schlämme, Öl-Wasser-Gemische,
krankenhausspezifische Abfälle, Galvanikschlämme, schwermetallhaltige Stäube und Schlacken.,
Sonnenkollektor, Ein Kollektor wandelt mittels eines Absorbers die Sonnenstrahlung
in Wärme um, die für Heizung, Brauchwassererwärmung oder thermische Lüftung genutzt
werden kann (Solarthermie). Sonnenkollektoren setzen bis zu 80% der eingestrahlten
Energie in Wärme um., Störfall, Laut 12. Verordnung zum BImSchG - der sogenannten
Störfall-Verordnung - wird ein S. als Störung des bestimmungsgemäßen Betriebs einer
Industrieanlage definiert, bei der ein Stoff durch Emission, Brand oder Explosion
sofort oder später eine ernste Gefahr hervorruft. Was ist eine ernste Gefahr? Gemäß
Störfall-Verordnung eine Gefahr, bei der das Leben von Menschen bedroht wird oder
schwerwiegende Gesundheitsbeeinträchtigungen zu befürchten sind, bzw. die Umwelt,
insbesondere Tiere und Pflanzen, Boden, Wasser, Atmosphäre oder Sachgüter geschädigt
werden können. Für Kernkraftwerke ist unter S. ein Ereignisablauf zu verstehen, bei
dessen Eintreten der Betrieb der Anlage aus sicherheitstechnischen Gründen zwar nicht
fortgeführt werden kann, für den die Anlage jedoch ausgelegt ist (Auslegungsstörfall).,
Stromeinspeisungsgesetz, Im S. hat der Gesetzgeber die Abnahme und Vergütung von Strom
geregelt, der aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Elektrizitätsversorgungsunternehmen
(EVU) sind danach verpflichtet, den in ihrem Versorgungsgebiet erzeugten Strom abzunehmen
und zu vergüten. Die Vergütung für Strom aus Sonnenenergie und Windkraft beträgt mindestens
90% des Durchschnittserlöses pro Kilowattstunde aus der Stromabgabe von EVU an Letztverbraucher.
Zum Vergleich: Die Vergütung für Strom aus Wasserkraft, Deponie- und Klärgas sowie
aus Biomasse., Substitution, Ersatz eines Einsatzstoffes oder einer Maschine., Sustainable
Development, Synonym für den Begriff "Nachhaltige Entwicklung"., T, TA Abfall,
Die Technische Anleitung Abfall (TA Abfall) ist eine Verwaltungsvorschrift des Bundes,
in der bundeseinheitlich Anforderungen an die Entsorgung besonders überwachungsbedürftiger
Abfälle nach dem Stand der Technik festgelegt sind. Dazu gehören Anforderungen an
Planung, Genehmigung, Errichtung und Betrieb von Abfallentsorgungsanlagen sowie Hinweise
zu geeigneten Entsorgungswegen für bestimmte Abfallarten., Toxizität, Man versteht
darunter die Gesamtheit gesundheitsschädigender Wirkungen, die von einer Substanz
ausgehen können. Zur Ermittlung der Giftigkeit bedient man sich verschiedener Tests.
Die wohl bekannteste Untersuchungsmethode ist der LD 50-Test., TRK-Werte, TRK-Werte
werden aufgestellt für gefährliche (krebserzeugende und für krebsverdächtige) Stoffe,
für die z.Z. keine toxikologisch-arbeitsmedizinisch begründeten maximalen Arbeitsplatzkonzentrationen
(MAK-Werte) aufgestellt werden können. Unter der TRK eines gefährlichen Stoffes versteht
man diejenige Konzentration als Gas, Dampf oder Schwebstoff in der Luft am Arbeitsplatz,
die nach dem gegenwärtigen Stand der Technik erreicht werden kann und die als Anhalt
für die zu treffenden Schutzmaßnahmen und die meßtechnische Überwachung am Arbeitsplatz
heranzuziehen ist. Die Einhaltung der TRK am Arbeitsplatz soll das Risiko einer Beeinträchtigung
der Gesundheit vermindern, vermag dieses jedoch nicht vollständig auszuschließen.
Der Arbeitgeber hat dafür zu sorgen, daß die TRK unterschritten werden., U, Umwelt,
Umwelt ist die gesamte räumliche Umgebung, in der Menschen, Tiere und Pflanzen leben,
mit den Grundlagen, die sie zum Leben brauchen, wie Wasser, Boden und Luft. Durch
vielfältige Einwirkungen des Menschen wird diese Umwelt ständig belastet und verändert.
Ziel des Umweltschutzes ist es, die Umweltbelastungen so gering wie möglich zu halten
oder ganz zu vermeiden. Man unterscheidet zwischen ökologischem Umweltschutz (Naturschutz,
Landschaftspflege) und technischem Umweltschutz (Reinhaltung von Luft und Wasser,
Lärmschutz, Abfallbeseitigung, Strahlenschutz). Zum Schutz der Umwelt wurden viele
Gesetze geschaffen; am wichtigsten ist aber, daß sich bei jedem einzelnen ein Umweltbewußtsein
entwickelt. Jeder einzelne kann durch sein persönliches Verhalten Umweltverschmutzungen
verhindern oder vermeiden., Umweltbericht, Seit den siebziger Jahren sind Bund, Länder,
Landkreise, Städte und Gemeinden und seit einiger Zeit auch immer mehr Firmen dazu
übergegangen, in regelmäßigen Abständen einen Umweltbericht vorzulegen. Darin stellt
beispielsweise eine Gemeinde dar, was sie zum Schutz und zur Sicherung der Umwelt
in ihrem Zuständigkeitsbereich geleistet hat und welche Vorhaben noch geplant sind.
Umweltberichte dienen der Information der Bevölkerung. Sie sind freiwillig., Umweltdatenbank,
Datenbank, die dem Nutzer schnellen Zugriff zu umweltrelevanten Problemstellungen
ermöglicht. Nach Angaben der Dachorganisation der Datenbankanbieter in der EU bieten
gegenwärtig mehr als 500 Datenbanken Informationen über verschiedene Bereiche des
Umweltschutzes. Folgende Kategorien werden unterschieden: die Fakten-, die Produkt-
und die Literatur- und bibliographische Datenbank. Aufgrund der Vielfalt und Vielschichtigkeit
der Fragestellung ist dem Nichtfachmann der Zugriff auf bestimmte Fakten nur unter
großem Zeitaufwand möglich., Umwelterklärung, Die Umwelterklärung ist ist die Darstellung
der Ergebnisse einer Umweltbetriebsprüfung. Dabei wird für jeden Unternehmensstandort
nach erster Umweltprüfung bzw. nach jeder folgenden Betriebsprüfung eine Umwelterklärung
für die Öffentlichkeit in knapper, verständlicher Form erstellt. Die Umwelterklärung
umfasst:, Beschreibung der Tätigkeiten des Unternehmens am Standort, Beurteilung der
sich daraus ergebenden Umweltfragen, Zusammenfassung der Zahlenangaben über umweltrelevante
Aspekte wie Schadstoffemissionen, Abfallaufkommen, Energieverbrauch usw., Darstellung
der Umweltpolitik, -programm und -system, Termin für Vorlage der nächsten Umwelterklärung,
Namen des zugelassenen Umweltgutachters, Hinweise auf Veränderungen vorausgegangener
Erklärungen, Umweltgesetzbuch, Das moderne Umweltrecht hat sich erst in den letzten
Jahrzehnten entwickelt. Seine Wurzeln gehen zwar auf das sehr viel ältere Polizei-
und Ordnungsrecht zurück; als eigenständiges Rechtsgebiet bildete es sich erst seit
Anfang der 70er Jahre heraus. Die Vorschriften sind auf viele Einzelgesetze verteilt.
Dies erschwert nicht nur ihr Auffinden, sondern hat auch zu Unterschieden bei Begriffsdefinitionen,
bei den Regelungsansätzen und der Gewichtung einzelner Umweltbelange geführt. Ein
künftiges Umweltgesetzbuch hat zum Ziel, die zentralen umweltrelevanten Vorschriften
zusammenzufassen, zu harmonisieren, zu vereinfachen und das Umweltrecht weiterzuentwickeln.
Hierdurch kann eine bessere Handhabbarkeit und Übersichtlichkeit der Vorschriften
erreicht und der immer wieder geäußerten Kritik an zu vielen Vorschriften Rechnung
getragen werden. Eine unabhängige Sachverständigenkommission beim Bundesumweltministerium
hat einen Entwurf des Umweltgesetzbuchs erarbeitet. Das Bundesumweltministerium strebt
an, spätestens zu Beginn der nächsten Legislaturperiode das Gesetzgebungsverfahren
für diese umfassende Kodifikation einzuleiten., Umweltmanagement, Umweltmanagement
ist eine Betriebsorganisation, bei der alle Mitarbeiter dem Ziel der Verbesserung
des betrieblichen Umweltschutzes verpflichtet werden (Öko-Audit ). Damit sich das
Engagement der Mitarbeiter nicht in kurzfristigen Aktionen erschöpft und über einen
längeren Zeitraum aufrechterhalten werden kann, soll das Umweltmanagementsystem als
automatisch ablaufender Prozeß im Unternehmen integriert werden. Kriterien für ein
fortschrittliches Umweltmanagement enthalten die EG-Öko-Audit-Verordnung (EG-Öko-Audit
) und die Norm DIN EN ISO 14001. Der Freistaat Bayern gewährt für den Aufbau eines
betrieblichen Umweltmanagementsystems kleinen und mittleren Unternehmen der gewerblichen
Wirtschaft finanzielle Hilfen nach dem Bayerischen Umweltberatungs- und Auditprogramm.,
Umweltprogramm, Es setzt den Handlungsrahmen für die Umweltpolitik der jeweiligen
Institution (Gemeinde, Landkreis, Land, Bund, Europäische Union, Betriebe usw.). Umweltprogramme
enthalten regelmäßig Zielsetzungen und Maßnahmen zu Schutz, Sicherung und Verbesserung
der Umwelt in allen relevanten Handlungsfeldern, ferner meistens Aussagen über die
Situation der Umwelt in den verschiedenen Bereichen sowie über die Ergebnisse des
Umwelthandelns (Umweltbericht)., Umweltschutz, Gesamtheit der Maßnahmen, die Behörden,
Unternehmen und Privatpersonen ergreifen, um die Lebensgrundlagen Luft, Boden und
Wasser, ihre Zusammenhänge untereinander sowie das Leben von Mensch, Tier und Kleinlebewesen
in ihnen vor nachteiligen Veränderungen, insbesondere vor nachhaltiger Verschmutzung
zu schützen., Umweltschutzbeauftragter, Den U. als solchen gibt es nicht, es sei denn,
ein Großunternehmen setzt einen Generalbevollmächtigen für Umweltfragen ein, der den
gesamten betrieblichen Umweltschutz koordiniert und verantwortet. Gesetzlich verankert
hingegen sind die Betriebsbeauftragten für Abfall, Gewässerschutz, Immissionsschutz,
der Störfallbeauftragte sowie der Strahlenschutzbeauftragte. Ihnen obliegt die Organisation
der jeweiligen Umweltteilbereiche (Abfall, Gewässerschutz etc.) in ihrem Betrieb.,
Umwelttechnik, Gesamtheit aller im Dienste des Umweltschutzes eingesetzten technischen
Verfahren, Anlagen und Entwicklungen, zum Teil auch der damit verbundenen Dienstleistungen
(Wartung, Service etc.). Häufig wird die U. nach den sogenannten Umweltmedien Wasser,
Luft, Boden und Gestein gegliedert in: Wasser-/Abwasserreinigung, Luftreinhaltung,
Bodenschutz und -reinigung, ferner Abfallbehandlung und vor allem Energiegewinnung.,
Umweltzeichen, Produkte, von denen geringe oder keine nachteiligen Auswirkungen auf
die Umwelt ausgehen, erhalten auf Antrag beim Umweltbundesamt das Umweltzeichen "Blauer
Engel ".